Bilder und Messungen

Hier finden Sie Beispiele für Astronomiefotos und Messungen von Vereinsmitgliedern und Freunden. Sie sollen zum Stöbern einladen, aber auch zeigen, welche Ergebnisse man schon mit vergleichsweise geringem Aufwand erhalten kann und so vielleicht Anregungen für eigene Projekte liefern.
Tipp: Mit einem Klick auf die Bilder gelangen Sie zu einer größeren Ansicht, mit einem zweiten Klick zurück zu Übersicht.

Wenn Sie Mitglied des Vereins sind und mit eigenen Messungen oder Bildern zu dieser Sammlung beitragen möchten, schicken Sie Ihr Werk und eine kurze Beschreibung (s. unten) gern an unsere Schriftführerin.

Radioastronomische Messungen

Da ein Radioteleskop im Gegensatz zu einem optischen Teleksop immer nur einen einzigen Punkt aufnehmen kann, muss es den Himmel schrittweise "abrastern" um einen größeren Ausschnitt darstellen zu können. Die Radiostrahlung die es misst ist für das menschliche Auge außerdem unsichtbar, sodass die Signalstärke in Falschfarben dargestellt werden muss. Dafür liefert ein Radioteleskop Informationen über Objekte, die im sichtbaren Bereich nicht wahrgenommen werden können.
Weitere Informationen dazu finden Sie unter Radioteleskop.

First wave des 3,8 m-Radiotelskops April 2018

Th. Biedermann

Beschreibung

Am So., 29.04.2018 konnte nach mehrjähriger Aufbauphase endlich die erste richtige Messung mit dem 3,8 m-Radioteleskop aufgenommen werden. Die nebstehende Falschfarbenaufnahme zeigt einen Ausschnitt der Milchstraße und die Sonne, aufgenommen bei 1,42 GHz.


Ausrüstung

Vollbewegliches, computergesteuertes 380 cm-Radioteleskop mit einem 1,42 GHz-Dipol. Messinterface: SpectraCyber.

Geostationäre Satelliten und die Bewegung der Sonne Januar 2015

S. Müller / L. Steinäcker

Beschreibung

Der Bogen der geostationären Satelliten und der Bogen der Sonne. Letzterer erscheint hier besonders tief, da das Bild im Winter aufgenommen wurde. Da mit dem größeren Reflektor auch weniger starke Quellen detektiert werden können, sind hier deutlich mehr Satelliten zu sehen als auf dem Bild unten. Über ihre Position am Himmel können diese eindeutig zugeordnet werden, da sie für Beobachter auf der Erde fix sind. Die Sonne ist zwar die stärkste Radioquelle im Sonnensystem, aber trotzdem ist ihr Signal noch mehrere Größenordnungen kleiner als das der künstlichen Quellen - ein eingeschaltetes Handy auf dem Mond wäre bereits die viertstärkste Quelle im Sonnensystem.


Ausrüstung

Vollbewegliches, computergesteuertes 240 cm-Radioteleskop mit einem handelsüblichen SAT-LNB (10,7...12,75 GHz), dem zugehörigen Verstärker (SAT-LNA) und einem SAT-Finder zur Signalauswertung (weitere Informationen in der zugehörigen Arbeit).

Transponder-Signatur des Astra-1D-Satelliten 30.12.2012

J. Bienert / F. Fürst

Beschreibung

Die Transponder-Signale des Astra-1D-Satelliten bei horizontaler Polarisation. Die horizontale Achse zeigt die Frequenz und die vertikale die zugehörige Signalstärke in dB. Transponder dienen der Kommunikation über Satelliten: Sie empfangen von der Erde kommende Signale und strahlen diese dann mit einer anderen Frequenz oder verschlüsselt wieder ab.


Ausrüstung

180 cm-Radioteleskop mit einem handelsüblichen SAT-LNB (10,7...12,75 GHz, Kathrein), dem zugehörigen Verstärker (SAT-LNA) und einem Spektrumsanalyser (Aaronia Spectran) zur Signalauswertung (weitere Informationen in der zugehörigen Arbeit).

Erste Messung mit dem 70 cm-Satellitenschlüssel-Radioteleskop (Jugend forscht 2012) 31.01.2012

J. Bienert / Th. Biedermann

Beschreibung

Dies ist die erste Messung über den gesamten anfahrbaren Bereich des damaligen Radioteleskops. Sichtbar sind der Bogen der geostationären Satelliten (rot: Astra-Gruppe) und (markiert) auch die Sonne. Die blauen Bereiche im Hintergrund entstanden durch Reflexionen an vereisten Bäumen.


Ausrüstung

Bewegliches 70 cm-Radioteleskop (Satellitenschüssel) mit einem handelsüblichen SAT-LNB (10,7...12,75 GHz) und einem SAT-Finder zur Signalauswertung (weitere Informationen auf der Seite der Jugend forscht-AG.

Die Sonne zu zwei verschiedenen Zeitpunkten 31.01.2012

J. Bienert / Th. Biedermann

Beschreibung

Die Sonne ist die stärkste natürliche Radioquelle in unserem Sonnensystem. Sie kann trotzdem nur unter Zuhilfenahme eines Verstärkers aufgenommen werden, da künstliche Quellen ein um mehreren Zehnerpotenzen stärkeres Signal aufweisen. Aufgrund ihrer scheinbaren Bewegung über den Himmel erscheint sie im nebenstehenden Bild nicht als Punktquelle, sondern leicht oval, da sie sich während der Messung weiter nach Westen bewegt hat.


Ausrüstung

Bewegliches 70 cm-Radioteleskop (Satellitenschüssel) mit einem handelsüblichen SAT-LNB (10,7...12,75 GHz), dem zugehörigen Verstärker (SAT-LNA) und einem SAT-Finder zur Signalauswertung (weitere Informationen auf der Seite der Jugend forscht-AG

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Einzelne Sterne und Planeten

Sterne sind selbstleuchtende Himmelskörper die aus Plasma und Gas bestehen. Sie unterscheiden sich in ihrer Größe, Temperatur und Leuchtkraft. Die meisten Sterne im Universum ähneln unserer Sonne, es gibt aber auch sog. Rote Riesen, die einige hundert Male größer als die Sonne sein können, oder Weiße Zwerge, die nur einen Bruchteil des Sonnendurchmessers aber eine sehr hohe Dichte aufweisen.

Planeten sind ebenfalls annäherend runde Objekte am Himmel, die aus Gestein oder Gas bestehen und einen Stern umkreisen. Haben sie ihre Bahn "bereinigt", d.h. alle größeren Objekte in ihrem Weg in sich aufgenommen, spricht man von einem "Planeten", ist dies nicht geschehen von einem "Zwergplaneten", wie z.B. Pluto. Planeten sind zwar nicht selbstleuchtend, reflektieren aber das Licht ihres Zentralgestirns, sodass sie ebenfalls als leuchtende Punkte am Nachthimmel erscheinen.
Tipp zur Unterscheidung: Wenn ein heller Punkt am Himmel nicht "flackert" ist es ein Planeten, ansonsten ein Stern.

Die Bewegung des Großen Roten Flecks 09.07.2017

C. Harder

Beschreibung

Der Große Rote Fleck auf dem Jupiter ist der größte Sturm des Sonnensystems. Seine Entstehung ist bislang noch ungeklärt, im Moment hat er einen Durchmesser von etwa eineinhalb Erddurchmessern. Das nebenstehende Bild zeigt die Bewegung des Großen Roten Flecks im Gradnetz des Jupiters.


Ausrüstung

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Karte des Jupiters 09.07.2017

C. Harder

Beschreibung

Fügt man mehrere zu verschiedenen Zeitpunkten erstllte Zeichnungen zusammen, kann - unter Anwendung der richtigen Projektion - eine Karte des Jupiters erstellt werden.


Ausrüstung

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Zeichnung des Jupiters 09.07.2017

C. Harder

Beschreibung

Eine Alternative zur Astrophotographie stellt das Zeichnen von Beobachtungen dar. Dabei wird die Ansicht aus dem Teleskop in vorgefertigte Schablonen übertragen. Ein besonders gutes Motiv dafür ist der Jupiter.


Ausrüstung

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Jupiter, der fünfte Planet unseres Sonnensystems 30.04.2017

F. Pfeifer

Beschreibung

Jupiter ist der fünfte und größte Planet unseres Sonnensystems und der erste der Gasplaneten. Aufgrund seiner guten Reflexionseigenschaften erscheint er nicht nur als heller Punkt am Nachthimmel, sondern ist auch mit einem Radioteleskop sichtbar. Besonders bekannt ist der Jupiter, benannt nach dem römischen Namen des Göttervaters Zeus, für seine farbigen Streifen und den "roten Fleck" - einen riesigen, fortwährenden Wirbelsturm, der bereits im 17. Jh. beobachtet wurde und etwa den eineinhalbfachen Durchmesser der Erde hat. Der Jupiter hat etwa 66 Monde, von denen die größten bereits mit einem Amateurteleskop beobachtet werden können.


Ausrüstung

25 cm-Newton-Reflektor der Sternwarte, f/5, 1,8x Televue Barlow-Okkular. Aufgenommen wurden ca. 900 Bilder mit einer Philipps Toucam 740 (mit Infrarotfilter) und von diesen dann anschließend etwa 27 mit einem Computerprogramm (Giotto)gemittelt.

Die Vega im Sternbild Leier 29.04.2017

F. Pfeifer

Beschreibung

Die Vega (auch Wega geschrieben) ist einer der drei Sterne des Sommerdreiecks (Wega, Deneb und Altair), das im Sommer auf der Nordhalbkugel besonders deutlich sichtbar ist. Sie ist von einer Staubscheibe umgeben und aufgrund der Eigendrehung der Erdachse einmal der Polarstern gewesen und wird es in etwa 13.000 Jahren wieder sein.


Ausrüstung

16-zölliger Newton-Reflektor der Sternwarte. Die Aufnahme wurde mit einer Canon 350 Da im Primärfokus gemacht (8 s Belichtungszeit bei 1600 ASA).

Arkturus im Sternbild Bärenhüter 29.04.2017

F. Pfeifer

Beschreibung

Arkturus ist am Himmel besonders leicht zu finden, da er der hellste Stern am Nordhimmel ist und auffällig rot leuchtet. Verlängert man den Griff des Großen Waagens etwa zwei Mal nach hinten gelangt man zum Sternenbild "Bärenhüter" in dessen unteren Ende sich Arkturus befindet. Er ist etwa eineinhalb mal so schwer wie die Sonne, aber 25 mal so groß.


Ausrüstung

16-zölliger Newton-Reflektor der Sternwarte. Die Aufnahme wurde mit einer Canon 350 D im Primärfokus gemacht (8 s Belichtungszeit bei 1600 ASA).

Orion 31.12.2016

J. Bienert

Beschreibung

"Orion" ist eines der bekanntesten Sternbilder und am Himmel leicht zu finden. Im Winter ist es am besten zu sehen, an Silvester, wie im nebenstehenden Bild, erreicht es seinen höchsten Punkt am Südhimmel. Markant sind die drei in einer Reihe stehenden Sterne, der "Gürtel" des Orion und die beiden hellen Sterne Beteigeuze und Rigel, letzterer gehört zum sog. Wintersechseck.


Ausrüstung

Nikon Coolpix mit Stativ, ISO 6400, Blendenzahl F: 1:3,5, 1 Sekunde Belichtungszeit

Die Plejaden 30.12.2016

J. Bienert

Beschreibung

Die Plejaden, Messier-Objekt 45, sind ein offener Sternhaufen im Sternbild "Stier". Bei guter Sicht kann man die sieben hellsten Sterne bereits mit dem bloßen Auge deutlich sehen. Sie sind am Nachthimmel leicht zu finden: Man verlängert die Verbindungslinie von Bellatrix, dem rechten "Schulterstern" von Orion und dem obersten Stern seines "Bogens" um die gleiche Strecke nach rechts und findet so zunächst Aldebaran, den hellen, rötlichen Stern im Sternbild "Stier". Verlängert man diese Linie wiederum in die gleiche Richtung findet man die Plejaden.


Ausrüstung

Nikon Coolpix (Digitalkamera) mit Stativ bei maximalem Zoom, ISO 1600, Blendenzahl F: 1:6,2, 1 Sekunde Belichtungszeit

Mond und Venus 03.12.2016

J. Bienert

Beschreibung

Die Venus, benannt nach der römischen Göttin der Schönheit, ist, nach dem Mond, das hellste Objekt am Himmel. Da sie vor allem in der Dämmerung gut zu sehen ist, wird sie auch Abend- bzw. Morgenstern genannt. Im Winter ist sie häufig unter dem Mond zu sehen, wie im nebenstehenden Bild.


Ausrüstung

Nikon Coolpix mit Stativ, "Dämmerungsmodus"

Die Plejaden 29.11.2016

M. König

Beschreibung

In einer sternklaren Nacht des 29. Novembers 2016 entstand dieses Bild. Es zeigt das Sternbild Plejaden oder auch das Siebengestirn. Dabei handelt es sich um einen offenen Sternenhaufen mit einer Anzahl junger heller Sterne in rund 400 Lichtjahren Entfernung zu uns. Bereits mit dem bloßen Auge lässt sich dieses Objekt leicht am Winterhimmel ausmachen. Es ist außerdem ein Paradeobjekt für jedes Fernglas. Die Sterne der Plejaden sind von einem Reflexionsnebel umgeben, welcher allerdings ziemlich schwach ist und daher erst auf länger belichteten Aufnahmen sichtbar wird. Für dieses Bild wurden insgesamt 15 Einzelaufnahmen überlagert (stacking).


Ausrüstung

Stativ, William Optics Megrez 80 mm II ED Triplet, 560 mm, F7 mit Canon EOS450D(a) via T2 auf Selbstbaustativ aus Holz, MGEN Autoguider, ISO 400, 15x6 Minuten Belichtungszeit

Planetendreieck 01.11.2016

M. König

Beschreibung

An einem klaren Wintermorgen am 01. November gegen 07:30 Uhr entstand diese Aufnahme. Es zeigt eine seltene Planetenkonstellation von Mars (links), Jupiter (Mitte) und Venus (rechts oben) am morgenroten Himmel. Aufnahmen dieser Art erfordern keine besondere Ausrüstung und können daher von jedermann gemacht werden.


Ausrüstung

Stativ, Canon EOS450D, Kit-Objektiv bei 55 mm, F 5.6, ISO 200, 1/3 Sekunde Belichtungszeit

Die Plejaden "auf dem Kopf" 03.09.2016

K.-A. Kratzsch

Beschreibung

Die Plejaden, Messier-Objekt 45, sind ein offener Sternhaufen im Sternbild "Stier", die auch für ungeübte Beobachter leicht zu finden sind. Das nebenstehende Bild ist aber ungewöhnlich, denn hier steht das bekannte Siebengestirn genau wie der Rest des Nachthimmels "auf dem Kopf", denn es wurde Namibia, d.h. auf der Südhalbkugel der Erde, aufgenommen. Gut zu sehen sind hier auch die Sternbilder Perseus, Stier und Fuhrmann.


Ausrüstung

Nikon D5300 mit Tokina 2.8 11-16 mm, Spiegelvorauslösung und Dunkelbildabzug, f = 16 mm (24 mm KB, Bilddiagonale 83 °), ISO 6400, +2.5 EV, 20 s

Der Südhimmel 27.08.2016

K.-A. Kratzsch

Beschreibung

Auf der Südhalbkugel der Erde können eine Reihe von Sternbildern und Objekten beobachtet werden, die man im Norden nicht zu sehen bekommt. Dazu gehören z.B. die beiden Magellanschen Wolken und Sternbilder wie "Chamäleon", "kleine Wasserschlange" oder "Skorpion", die alle im nebenstehnden Bild zu sehen sind. Weitere Informationen dazu gibt es in den Materialien im Bereich "Optische Astronomie".


Ausrüstung

Nikon D5300 mit Tokina 2.8 11-16 mm, Spiegelvorauslösung und Dunkelbildabzug, f = 11 mm (17 mm KB), ISO 3200, +5 EV, 30 s, aufgenommen in Namibia

Merkur-Transit von 2016 09.05.2016

H. R. Rapp

Beschreibung

Wenn ein Planet sich scheinbar über die Fläche seines Zentralgestirns bewegt, dann spricht man von eine "Transist". Die nebenstehende Aufnahme zeigt den Merkur-Transit von 2016, auf der der innerste Planet unseres Sonnensystems deutlich als kleiner Punkt von der Sonne zu sehen ist.
Bei weiter entfernten Sternen werden Transits zum Nachweis von Planeten verwendet: Weit entfernte Sterne können zwar nicht mehr als scheinbare Flächen aufgelöst werden, die Bewegung eines Planeten vor dem Stern führt aber zu einer Änderungen in der scheinbaren Helligkeit des Sterns, die auf der Erde messbar ist.


Ausrüstung

Verwendet wurde ein Meade 114NT/500-Spiegelteleskop (F=910 mm, D=114 mm) durch das mit einer Olympus-Digitalkamera (automatische Einstellung der Belichtungszeit und Schärfe) fotographiert wurde. Achtung: Für Beobachtungen bzw. Aufnahmen von der Sonne wird zwingend ein passender Sonnenfilter benötigt, andernfalls kommt es zu schweren Schädigungen im Auge bzw. der Kamera! Hier wurde der Sonnenfilter und eine Baader-Filterfolie mit Pappringen und Klebeband am Teleskop befestigt.

Merkurtransit und die Sonnenoberfläche 09.05.2016

M. König

Beschreibung

Am frühen Nachmittag des 09 Mai 2016 waren wir Zeuge eines seltenen astronomischen Ereignisses. Unser innerster Planet des Sonnensystems, der Merkur, zog in einer günstigen Bahnebene vor der Sonnenscheibe vorbei. Der Transit dauerte von etwa 13 Uhr bis unmittelbar vor Untergang der Sonne um 20:45 Uhr. Während dieser Zeit wurden umfangreiche Aufnahmen gemacht. Hierbei werden typischerweise Videosequenzen von einigen Minuten Länge erstellt. Mit Hilfe einer speziellen Software werden die besten Einzelbilder aus der Videosequenz isoliert und anschließend überlagert. Das Bild zeigt einen Teil der Sonnenscheibe auf der gut einige Sonnenflecken und die Granulation der Sonnenoberfläche zu erkennen sind. Zum rechten Rand hin lässt sich der Planet Merkur als schwarze kreisrunde Scheibe deutlich erkennen.


Ausrüstung

Selbstbaustativ aus Holz, Celestron CGEM Montierung, Wachter 6“ 1.500mm Fraunhofer Refraktor, Lacerta Herschelkeil, ASI 120MC Camera, Laptop

Merkurtransit und die Sonnenoberfläche 09.05.2016

M. König

Beschreibung

Ergänzend zu der Aufnahme des Merkurtranists im Weißlicht, durch welche das Teleskop quasi eine sehr strake Sonnenbrille erhält, sehen wir hier den Merkurtransit durch ein spezielles Sonnenteleskop betrachtet. Dieses Teleskop ermöglicht die Betrachtung der Sonne im sogenannten H-Alpha Bereich des Spektrums. Erreicht wird das durch eine Kombination von Energieschutzfilter und einem extrem schmalbandigen Linienfilter. Dadurch sind Beobachtungen der Sonnenoberfläche sowie von den coronalen Ausbrüchen, den Protuberanzen, möglich. Für diese Aufnahme wurden rund 400 Einzelbilder einer Videosequenz überlagert (stacking) und zu einem Endbild verarbeitet.


Ausrüstung

Stativ, Coronado ST 40/400 PST, ASI 120MC Camera, Laptop

Der Merkurtransit 2016 09.05.2016

R. Pisarek

Beschreibung

Die scheinbare Bewegung eines Planeten vor der Sonne wird "Transit" genannt. Transits treten auf, wenn sich ein Objekt zwischen der Sonne und dem Beobachter befindet. Im Mai 2016 konnte ein Transit des Merkur, des innnersten Planeten unseres Sonnensystems, beobachtet werden.
Da auch die inneren Planeten eine Bahnneigung gegenüber der Ekliptik aufweisen (Merkur ca. 7°, Venus ca. 3,4°) kommt es nicht bei jedem Umlauf zu einem Transit. Sie befinden sich dann oft in der oberen- oder unteren Konjunktion. Zu einem Transit kommt es nur wenn sich einer der beiden inneren Planeten auf einem Knotenpunkt befindet und Sonne, Merkur (oder Venus) und Erde eine Linie bilden. Download als Film:


Ausrüstung

Der Transit konnte über den gesamten Verlauf beobachtet und fotografiert werden. Hierzu kam ein kleines Teleskop, mit 90 mm Öffnung und 540 mm Brennweite welche mit einer Telezentrik auf 2700 mm verlängert wurde, auf einer parallaktischen Montierung mit Nachführung zum Einsatz. Als Kamera diente eine wissenschaftliche Videokamera die alle 10 sec. eine Aufnahme machte. Die 2581 Aufnahmen wurden zu einer Zeitraffersequenz verarbeitet, so dass jetzt der gesamte Verlauf von ca. 7:30 Std. in etwa 1:30 Minuten betrachtet werden kann.

Die Galileiischen Monde 03.05.2016

M. König

Beschreibung

Dieses Bild zeigt den größten Planeten unseres Sonnensystems, den Jupiter mit drei seiner vier galileischen Monde. Das Bild entstand am 3. Mai 2016 gegen 22:30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt liegt der Mond Europa gerade noch vor dem rechten Rand des Jupiters und ist dort als helles Scheibchen zu sehen. In einer Ebene von etwa 45° nach links oben sind dann die Monde Ganymed und Callisto zu sehen. Der vierte galileische Mond Io ist zu diesem Zeitpunkt rechts unten, aber außerhalb des Bildes. Auch auf der Planetenscheibe lassen sich bereits einige Details erkennen. Neben den typischen Hauptwolkenbändern ist am linken Rand deutlich der sogenannte große rote Fleck zu sehen. Hierbei handelt es sich um ein relativ konstantes Sturmgebiet auf dem Planeten, das bereits seit Jahrhunderten beobachtet wird. Für dieses Bild wurden ca. 300 Einzelbilder überlagert (stacking).


Ausrüstung

Stativ, Meade 12“ SC, 2xBarlow, Brennweite 6.1m, , ASI 120MC Camera, Laptop

Die partielle Sonnenfinsternis 2015 20.03.2015

R. Pisarek

Beschreibung

2015 war für astronomisch Interessierte ein besonders günstiges Jahr, da nicht nur von Deutschland aus eine totale Mondfinsternis beobachtet werden konnte, als auch eine partielle Sonnenfinsternis. Diese entstehen, wenn sich der Mond zwischen Sonne und Erde befindet. Dies kann nur bei Neumond geschehen, denn dann stehen Sonne, Mond und Erde in einer Linie. In der Regel steht der Mond aber scheinbar oberhalb oder unterhalb (obere oder untere Konjunktion) der Sonne, da die Mondbahn gegenüber der Ekliptik um ca. 5° geneigt ist. Zu einer Finsternis kommt es nur wenn sich der Mond bei Neumond ziemlich genau auf einem der beiden Schnittpunkte (den sogenannten Knotenpunkten) der Mond- und Erdbahn befindet. Da der Kernschattenbereich auf der Erde nur wenige Kilometer breit ist, wird außerhalb dieses Bereichs die Finsternis nur partiell wahrgenommen. Der Kernschattenbereich dieser Finsternis verlief etwa 1500 km nördlich über die Färöer Inseln nach Spitzbergen. Download als Film:


Ausrüstung

Die Finsternis konnte über den gesamten Verlauf beobachtet und fotografiert werden. Hierzu kam ein kleines Teleskop mit 90 mm Öffnung und 540 mm Brennweite auf einer parallaktischen Montierung mit Nachführung zum Einsatz. Als Kamera diente eine Canon EOS 40D die alle 10 sec. eine Aufnahme machte. Die 907 Aufnahmen wurden zu einer Zeitraffersequenz verarbeitet, so dass jetzt der gesamte Verlauf von ca. 2:19 Std. in etwa einer Minute betrachtet werden kann.

Collage zur Sonnenfinsternis 2015 20.03.2015

M. König

Beschreibung

Zum Frühlingsbeginn des Jahres 2015 am 20. März bot sich dem interessierten Beobachter und Fotographen ein besonderes Schauspiel - eine Sonnenfinsternis. Diese erreichte zwar keine Totalität, aber immerhin eine Abschattung von mehr als 75 % der Sonnenscheibe. Am diesem Tag hatten wir ein unglaubliches Glück mit dem Wetter. So durfte unsere kleine Gruppe von Amateurastronomen dieses spektakuläre Schauspiel gemeinsam auf unserem Beobachtungspunkt bei Wriedel im Kreis Uelzen erleben. Aus den Einzelbildern entstand die abgebildete Collage im Weißlicht, welche anschaulich den Ablauf der einzelnen Phasen der Finsternis zeigt. Die Abfolge ist von links oben nach rechts unten.


Ausrüstung

Selbstbaustativ aus Holz, Celestron CGEM Montierung, Wachter 6 1.500 mm Fraunhofer Refraktor, Lacerta Herschelkeil, CANON EOS450D vi aT2 adaptiert.

Sonnenfinsternis 2015 im H-alpha-Bereich 20.03.2015

M. König

Beschreibung

Diese Aufnahme zeigt ein Einzelbild während der partiellen Sonnenfinsternis durch ein spezielles Sonnenteleskop. Dieses Teleskop ermöglicht die Betrachtung der Sonne im sogenannten HAlpha Bereich des Spektrums. Erreicht wird das durch eine Kombination von Energieschutzfilter und einem extrem schmalbandigen Linienfilter. Dadurch sind Beobachtungen der Sonnenoberfläche sowie von den coronalen Ausbrüchen, den Protuberanzen möglich. Für diese Aufnahme wurden rund 150 Einzelbilder einer Videosequenz überlagert (stacking) und zu einem Endbild verarbeitet.


Ausrüstung

Stativ, Coronado ST 40/400 PST, ASI 120MC Camera, Laptop

Venus-Transit von 2004 08.06.2004

H. R. Rapp

Beschreibung

2004 gab es einen in Europa gut sichtbaren Transit der Venus, der in seiner gesamten Länge etwa 6 Stunden andauerte. Venustransits finden nicht regelmäßig, sondern mit variierenden Zeitabständen statt, da die Bahn der Venus und der Erde leicht gegeneinander "verkippt" sind, sodass sich die passende Anordnung der beiden Planten nur selten ergibt. Der nächste Venustransit wird vermutlich erst 2117 stattfinden.


Ausrüstung

Verwendet wurde ein Meade ETX-70-Linsenteleskop (F=350 mm, D=70 mm) mit automatischer Nachführung durch das direkt mit einer Olympus-Digitalkamera fotographiert wurde (automatische Einstellung der Belichtungszeit und Schärfe).Achtung: Für Beobachtungen bzw. Aufnahmen von der Sonne wird zwingend ein passender Sonnenfilter benötigt, andernfalls kommt es zu schweren Schädigungen im Auge bzw. der Kamera! Hier wurde der Sonnenfilter und eine Baader-Filterfolie mit Pappringen und Klebeband am Teleskop befestigt.

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Der Mond

Der Mond ist etwa 384.000 km von der Erde entfernt und umkreist diese mit einer Periode von etwa 30 Tagen. Aufgrund seiner Eigendrehung zeigt dabei immer die gleiche Seite zur Erde. Da er eine viel kleinere Masse als die Erde hat wiegt man auf dem Mond nur ein Sechstel seines Erdengewichts. Die zahlreichen Krater des Monds sind besonders schöne Fotomotive.

Mondfinsternis 2017 to go 07.08.2017

L. Witz

Beschreibung

Im Jahr 2017 konnten gleich zwei Mondfinsternisse beobachtet werden: Eine am 11. Februar, als der Mond in den Halbschatten der Erde eintrat und eine partielle am 07. August. Das nebenestehende Bild wurde zwischen Unterlüß und Lüneburg gegen 21:11 Uhr aufgenommen, also wenigen Minuten bevor die partielle Phase endete.Die nächste von uns aus sichtbare totale Mondfinsternis wird am 27.07.2018 stattfinden.


Ausrüstung

Handykamera

Die Oberfläche des Mondes 10.03.2017

F. Pfeifer

Beschreibung

Die Oberfläche des Mondes ist von zahlreichen Kratern übersäht, von denen einige in guten Nächten schon mit dem bloßen Auge erahnt werden können. Entstanden sind diese durch Einschläge von Gesteinsbrocken in der Entstehungsphase von Erde und Mond. Durch den Aufprall wurde die Kruste des Mondes durchbrochen, wodurch Magma des damals noch flüssigen Kerns an die Oberfläche trat. Diese erkaltete an der Oberfläche und bildete die dunklen Bereiche, die zunächst für Meere gehalten wurden.


Ausrüstung

Großes Teleskop der Sternwarte, die Aufnahme wurde mit einer Canon 350d gemacht.

Die Mondfinsternis 2015 28.09.2015

M. König

Beschreibung

Am 28.09.2015 ereignete sich eine totale Mondfinsternis, welche von Norddeutschland sehr gut sichtbar war. Da auch das Wetter in dieser Nacht mitspielte, konnten viele Aufnahmen in der Nähe von Lutterloh gemacht werden. Aus den Einzelaufnahmen entstand als Übersicht die Collage, welche anschaulich den Ablauf der einzelnen Phasen der Finsternis zeigt. Die Abfolge ist von links oben nach rechts unten.


Ausrüstung

Stativ, William Optics Megrez 80 mm II ED Triplet, 560 mm, F7 mit Canon EOS450D via T2 auf Selbstbaustativ aus Holz, verschiedene Belichtungszeiten, ISO 100 bis ISO 800

Die totale Mondfinsternis 28.09.2015

R. Pisarek

Beschreibung

Wenn bei Vollmond der Mond, die Erde und die Sonne in einer Linie stehen kommt es zu einer Mondfinsternis, wenn der Mond in den Erdschatten eintritt. Da die Mondbahn um ca. 5° gegen die Erdumlaufbahn (Ekliptik) geneigt ist, geschieht dies allerdings nur selten. Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen dauert sie dafür dann aber nicht nur wenige Minuten, sondern Stunden.
Zu solch einer totalen Mondfinsternis kann es am 28.09.2015, gegen 5 Uhr erreichte sie ihren Höhepunkt, sodass alle Frühaufsteher im Südwesten einen roten Mond bestaunen konnten.Die rötliche Färbung entsteht durch Effekte in der Atmosphäre der Erde.
Download als Film:


Ausrüstung

Die Finsternis konnte über den gesamten Verlauf beobachtet und fotografiert werden. Hierzu kam ein kleines Teleskop mit 90 mm Öffnung und 540 mm Brennweite auf einer parallaktischen Montierung mit Nachführung zum Einsatz. Als Kamera diente eine Canon EOS 40D die alle 5 sec. eine Aufnahme machte. Die 3267 Aufnahmen wurden zu einer Zeitraffersequenz verarbeitet, so dass jetzt der gesamte Verlauf von 4:45 Std. in knapp 2 Minuten betrachtet werden kann.

Die Mondfinsternis 2010 21.12.2010

M. König

Beschreibung

Dieses Bild zeigt keine Mondsichel sondern den Vollmond. Zu sehen ist das nahende Ende einer Mondfinsternis vom 21.12.2010 gegen 09:15 Uhr. Der Mond steht bereits tief im Westen und geht bald unter. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond noch etwa zur Hälfte im Kernschatten der Erde. Warme Kleidung war angesagt. Während der Aufnahmen wurden -17.3° C gemessen! Der Aufnahmeort war nahe Lutterloh.


Ausrüstung

Stativ, Canon EOS450D, Canon Tele-Zoom bei 250 mm, F 5.6, ISO 200, 1/20 Sekunde Belichtungszeit

Tycho-Krater 15.02.2008

R. Pisarek

Beschreibung

Der Tycho-Krater ist ein besonders markanter Krater nahe des Mare Nubium, der bereits mit einem guten Fernglas beobachtet werden kann. Besonders auffällig ist der Berg im Inneren des Kraters, der in "2001: Odyssee im Weltraum" ein Alien-Artefakt beherbergte. Aber auch in echt gibt der Berg Rätsel auf: Neue Bilder des Lunar Reconnaissance Orbiters zeigten einen Felsbrocken auf der Spitze des Bergs, dessen Entstehung noch ungeklärt ist.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Umgebung des Mare Imbrium 15.02.2008

R. Pisarek

Beschreibung

Das nebenstehende Bild zeigt gleich vier interessante Objekt besonders deutlich: Das Mare Imbrium, das zweitgrößte Mare, den Archimedes-Krater an dessem östlichen Rand, das größte Gebirge auf dem Mond (Montes Apenninus) und den Plato-Krater. Östlich vom Archimedes-Krater befinden sich die Rest der sowjetischen Sonde Lunik 2.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Mare Imbrium 15.02.2008

R.Pisarek

Beschreibung

Die Oberfläche des Mondes ist von zahlreichen Kratern übersäht, von denen einige in guten Nächten schon mit dem bloßen Auge erahnt werden können. Entstanden sind diese durch Einschläge von Gesteinsbrocken in der Entstehungsphase von Erde und Mond. Durch den Aufprall wurde die Kruste des Mondes durchbrochen, wodurch Magma des damals noch flüssigen Kerns an die Oberfläche trat. Diese erkaltete an der Oberfläche und bildete die dunklen Bereiche, die zunächst für Meere gehalten wurden. Mare Imbrium (lat. "Regenmeer") ist das zweitgrößte "Meer" der Mondoberfläche. Es enthält das erste von Menschen geschaffene Objekt, das die Mondoberfläche erreicht hat und zeigt noch heute Spuren von mehrere Apollo-Missionen.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Mare nubium 15.02.2008

R. Pisarek

Beschreibung

Das mare nubium (lat. Wolkenmeer) ist von zahlreichen Kratern umringt, die prominentesten davon sind Ptolomäus, Alphonus und Purbach, die alle deutlich über 100 km breit sind. Auch der markante Tycho-Krater mit dem Berg im Inneren liegt in der Nähe.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Copernikus- und Eratosthenes-Krater 15.02.2008

R. Pisarek

Beschreibung

Zwischen dem Mare Imbrium und dem Becken Sinus Aestuum liegt der Eratosthenes-Krater. Auf dem nebenstehenden Bild ebenso sichtbar ist der Copernikus-Krater. Dieser hat, wie viele andere Krater auch ein Strahlensystem, das um den Karaterrand verläuft und bei Vollmond besonders gut sichtbar ist. Der Copernikus-Krater ist etwa 3,6 km tief und 93 km breit. In seinem Inneren befindet sich nicht nur ein, sondern mehrere Zentralmassive und im Vergleich zu vielen anderen Kratern erstaunliche flache Stufen am Kraterrand, der terassiert ist.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Clavius-Krater 15.02.2008

R.Pisarek

Beschreibung

Der Clavius-Krater ist nach dem deutschen Mathematiker Christopherus Clavius aus dem 17. Jh. benannt. Er enthält vier markante kleinere Krater und ist eigentlich kreisrund, auch wenn er von der Erde aus oval erscheint. In Arthur C. Clarkes "2001: Odyssee im Weltraum" ist der Monkrater Clavius der Ausgangspunkt der Geschichte.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 7,5-Okular Projektion, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

Aristillus-Krater 15.02.2008

R. Pisarek

Beschreibung

Im Mare Imbium liegt der Aristillus-Krater, der ebenso wie der Tycho-Krater in Zentralmassiv im Inneren hat, das von oben betrachtet nahezu sternförmig aussieht. Der Rand des Kraters ist terassiert, verlaufen also stufenförmig.


Ausrüstung

TAL-150 PM mit 2-fach Barlow, Kamera: Sumix SMX M81M mit Sirius NPC-1-Filter

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Galaxien

Galaxien sind Anhäufungen aus Sternen und Planetensystemen, die um das Zentrum der Galaxie rotieren. Es gibt Spiralgalaxien mit mehreren "Armen", elliptische Galaxien, Balkengalaxie oder auch irreguläre Typen, die keine klare Struktur haben. Aufgrund ihrer Eigenschaften oder scheinbaren Form erhalten Galaxien häfig Spitznamen, wie "Feuerwerksgalaxie", "Sombrero-Galaxie" oder "Whirlpool-Galaxie".
1929 etndeckte Edwin Hubble einen Zusammenhang zwischen der Entfernung und der Rotverschiebung verschiedenen Galaxien, die damals noch "Nebel" genannt wurden, und leitete daraus die bekannte "Hubble-Konstante" ab, die ein Maß für die Ausdehnung des Universums liefert.

Der Nordamerikanebel 21.09.2017

M. König

Beschreibung

Auf dieser Aufnahme ist der sogenannte Nordamerikanebel und sein Umfeld zu sehen. Dieser Gasnebel erhielt seinen Namen aufgrund der Ähnlichkeit zur Silhouette des Nordamerikanischen Kontinents. Er beinhaltet im Wesentlichen ionisierten Wasserstoff und erscheint uns daher rot. Für die Aufnahme wurde ein einfaches Fotoobjektiv verwendet. Für dieses Bild wurden insgesamt 53 Einzelbilder überlagert (stacking).


Ausrüstung

Stativ, Skywatcher Star Adventurer, Kugelkopf, Canon EOS1000D(A), Mamiya Sekor 135 mm, MGEN Autoguider, F 4.0, ISO 400, 53x3 Minuten Belichtungszeit, Laptop

Sommermilchstrasse 21.08.2017

M. König

Beschreibung

In einer sternklaren Nacht im August des Jahres 2017 entstand dieses Bild. Es zeigt einen Ausschnitt unserer sommerlichen Milchstraße. Im Zentrum der Aufnahme steht das Sternbild Schwan. Die Milchstraße läuft mitten durch dieses Sternbild hindurch. Durch den Einsatz einer astromodifizierten digitalen Spiegelreflexkamera, sind die Wasserstoffgasnebel in dieser Region bereits gut an der rötlichen Farbe zu erkennen. Für dieses Bild wurden insgesamt 25 Einzelaufnahmen erstellt und anschließend mit einer Software überlagert (stacking).


Ausrüstung

Stativ, Skywatcher Star Adventurer, Kugelkopf, Canon EOS1000D(A), Sigma Zoom bei 18 mm, F 4.5, ISO 200, 25x3 Minuten Belichtungszeit, Laptop

Eine Supernova in NGC 6946 21.05.2017

H. Kerner

Beschreibung

Die Galaxie NGC 6946 im Sternbild Cepheus ist mit einer scheinbaren Ausdehnung von etwa 12' x 10' (Bogenminuten) eine mittelgroße Spiralgalaxie (zum Vergleich: Der Vollmond hat eine scheinbare Ausdehnung von ca. 32'). Da sie uns fast flach zugewandt ist, ist sie ein sehr schönes Fotoobjekt, das 1798 von F. W. Herschel entdeckt wurde.
Auch aus wissenschaftlicher Sicht ist besonders interessant, da sie die Galaxie mit den meisten beobachteten Supernovae ist - sie wird deshalb auch "Feuerwerksgalaxie" genannt. Am 14.05.2017 trat dort eine weitere Supernova (SN 2017eaw) auf, die auf dem nebenstehenden Bild als heller Punkt zu sehen ist. Da die Galaxie auch in den nachfolgenden Wochen noch gut sichtbar sein wird, bietet dieses Ereignis die Möglichkeit, den Verlauf der einer Supernova aufzuzeichnen. Die letzte Supernova die von der Erde aus beobachtet werden konnte war die Kepler Supernova im Jahr 1604.


Ausrüstung

Verwendet wurde der Newton-Reflektor der Sternwarte.

Die Milchstraße vom Heliodrom aus 21.09.2016

M. König

Beschreibung

Mitte September 2016 gegen 22:30 Uhr entstand dieses Bild unserer spätsommerlichen Milchstraße. Durch die Verwendung eines Superweitwinkelobjektivs zeigt es einen sehr großen Himmelsausschnitt. Entstanden ist diese Aufnahme auf der kroatischen Adriainsel Lastovo vom Helidrom in rund 400m Höhe. Von diesem Punkt schaut man wie von einem gigantischen Balkon hinaus auf das adriatische Meer. Einfach atemberaubend! Der helle Stich am unteren Rand ist ein Kreuzfahrtschiff in der Ferne, das sich über den Belichtungszeitraum im Bild bewegte.


Ausrüstung

Stativ, Skywatcher Star Adventurer, Kugelkopf, Canon EOS450D(A), Samyang 8 mm, F 5.6, ISO 800, 10 Minuten Belichtungszeit

Die Milchstraße auf der Südhalbkugel 03.09.2016

K.-A. Kratzsch

Beschreibung

Die beiden "wolkigen" Objekte auf dem nebenstehenden Bild sind die sog. "Magellanschen Wolken", zwei Zwergalaxien, die sich mit einem Abstand von etwa 170.000 bzw. 200.000 Lichtjahren zu Erde relativ "in der Nähe" befinden und damit zu unseren nächsten Nachbarn gehören. Beobachtet werden können sie zwar auch mit dem bloßen Auge, allerdings nur auf der Südhalbkugel. Mit ihrer Hilfe kann der südliche Himmelspol gefunden werden, der, ähnlich wie bei uns der Polarstern, zur Orientierung dienen kann. Weitere Informationen dazu und zu dem nebenstehenden Bild befinden sich im Bereich "Optische Astronomie" in der Rubeik "Materialien".


Ausrüstung

Nikon D5300 mit Tokina 2.8 11-16 mm, Spiegelvorauslösung und Dunkelbildabzug, f = 16 mm (24 mm KB, Bilddiagonale 83 °), ISO 6400, +2.5 EV, 20 s, aufgenommen in Namibia

Die Milchstraße auf der Südhalbkugel 02.09.2016

K.-A. Kratzsch

Beschreibung

Die Milchstraße ist "unsere" Galaxie, die am Nachthimmel daher als breiter Streifen zu sehen ist, der etwa von Nordosten nach Südwesten verläuft. Man findet sie also in der Nähe der Sternbilder Cassiopeia, Schwan, Orion oder Perseus. Im nebenstehenden Bild ist deutlich das Zentrum der Milchstraße, das im Sternbild Schütze liegt, hoch oben am Himmel zu sehen, denn es wurde auf der Südhalbkugel aufgenommen. Vermutlich befindet sich im Zentrum der Milchstraße ein schwarzes Loch, dessen Akkretionsscheibe eine starke Strahlungsquelle ist, die mit einem Radioteleskop deutlich besser beobachtet werden kann, als im optischen Bereich. Die Milchstraße ist ein gutes Fotomotiv, das bereits mit einfachen Mitteln gut dargestellt werden kann. Weitere Infos zu diesem Bild gibt es im Bereich "Optische Astronomie" in den Materialien.


Ausrüstung

Nikon D5300 mit Tokina 2.8 11-16 mm, Spiegelvorauslösung und Dunkelbildabzug, f = 11 mm (17 mm KB), ISO 6400, +2.5 EV, 30 s, aufgenommen in Namibia

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Einzelaufnahmen

NLCs über dem Schilohsberg 07.07.2015

M. König

Beschreibung

Gegen Mitternacht des 7. Julis 2015 bot sich dieser surreale Anblick des Nachthimmels. Nachtleuchtende Wolken lagen in Richtung Norden über dem Schillohsberg in der Nähe von Lutterloh.


Ausrüstung

Stativ, Canon EOS450D, Kit-Objektiv bei 18 mm, F 6.3, ISO 800, 30 s Belichtungszeit

Leuchtende Nachtwolken bei Gerdehaus 27.06.2014

H. Kerner

Beschreibung

In manchen Sommernächten (Mai bis August) treten am späten Abend im Norden "Leuchtende Nachtwolken" (NLC - noctilucent clouds) auf. Sie bestehen aus feinen Eiskristallen, die entstehen, wenn Wasser an Staubpartikeln oberhalb der mittleren Schicht der Atmosphäre gefriert. Sobald die Sonne hinreichend tief unter dem Horizont steht (> 6°) ist der übrige Himmel zwar bereits dunkel, das Restlicht wird aber an dem Eis der Wolken reflektiert, wodurch diese selbst zu strahlen scheinen. Da Druckverhältnisse und Temperatur in der Atmosphäre dazu genau stimmen müssen, treten NLCs recht selten auf, am meisten Glück kann man von Juni bis Juli haben.
Auch wenn NLCs scheinbar nahe am Horizont auftreten, befinden sie sich doch in einer Höhe von etwa 83 km über dem Erdboden - mehr als sechsmal höher als normale Wolken! Da sie sehr dünn sind, dämpfen sie das Licht von anderen Objekten auch nur sehr wenig, wodurch Sterne und Planenten hinter ihnen meistens immer noch gut sichtbar sind, so wie auf dem nebenstehenden Bild. Es zeigt NLCs in Gerdehaus bei Faßberg (02:20 MEZ).


Ausrüstung

Das Photo wurde mit einer Canon EOS 1000D mit einem 50mm-Objektiv bei einer Belichtungszeit von 1 s bei ISO 800 und einer Blendenzahl von 2,8 aufgenommen.

Helligkeitsausbruch des Kometen 17P/Holmes 04.10.2007

H. Kerner

Beschreibung

Innerhalb von 24 Stunden steigerte sich die Helligkeit des Kometen 17P/Holmes bis zum Abend des 24. Okt. 2007 um das 500.000-fache, wodurch er von einem unscheinbaren Objekt der 16. Größe zu einem Objekt 3. Größe wurde, das mit dem bloßen Auge zu sehen war. Anfang Nov. 2007 war 17P/Holmes zum größten Objekt des Sonnensystems geworden, größer als die Sonne. Ein solches Verhalten zeigte er schon einmal im Nov. 1892. Bei dieser Gelegenheit wurde er von dem Briten Edwin Holmes entdeckt.


Ausrüstung

135-mm-Teleobjekiv bei Blende 4 mit MX716-CCD-Kamera von Starlight XPress. Belichtungszeiten von oben links nach unten rechts: 120, 60, 30, 60, 30 und 30 Sekunden.

Zeichnungen zu Hale-Bopp 09.04.1997

H. Kerner

Beschreibung

Das nebenstehende Bild zeigt eine Bleistift-Negativzeichnung der kernnahen Region des Kometen C/1995 O1 ("Hale-Bopp"), dabei ist Norden oben und Osten links. Wenn man Fotos von Komenten macht, möchte man in der Regel auch den Schweif mit auf dem Bild haben. Dazu müssen die Bilder aber länger belichtet werden, sodass die Informationen über die Geschehenisse im Kern verloren gehen. Um diese festzuhalten eignen sich Zeichnungen wie das nebenstehende Bild deutlich besser.
Der Komet Hale-Bopp trägt den Namen seiner beiden Entdecker, die ihn 1995 das erste Mal unabhängig von einander beobachten konnten. Er bewegt sich auf einer sehr langgestreckten stark elliptischen Umlaufbahn um die Sonne, sodass er sobald er das nächste Mal außer Sichtweite ist erst in mehreren tausend Jahren wieder sichtbar sein wird.


Ausrüstung

Die Zeichnungen wurden mithilfe eines 10-Zoll-Dobson-Teleskops bei insgesamt 75-facher Vergrößerung angefertigt.

Hale-Bopp (Zentralbereich) 23.03.1997

F. Pfeifer

Beschreibung

Das nebenstehende Bild zeigt CCD- Bilder von Hale-Bopps Zentralbereich bei verschiedenen Belichtungszeiten und zu verschiedenen Zeitpunkten.


Ausrüstung

CCD-Kamera.

Hale-Bopp (Gesamtansicht) 23.03.1997

F. Pfeifer

Beschreibung

Das nebenstehende Bild zeigt den Kometen "Hale-Bopp" in der Gesamtansicht.


Ausrüstung

135 mm-Teleobjektiv, aufgenommen wurde das Bild auf Kleinbildfilm.

Der Halleysche Komet 1986 06.03.1986

H. Kerner

Beschreibung

Der Halley'sche Komet ist nach dem britischen Physiker Edmond Halley benannt, dem zuerst die korrekte Vorhersage des Wiederauftretens eines Kometens gelang. Dieser Komet kommt ist stark gegen die Umlaufbahn der Planeten verkippt, kann aber mit hoher Regelmäßigkeit alle 75 bis 77 Jahre beobachtet werden. Die Variation der Umlaufperdiode rührt von einer gravitativen Beeinflussung der Bahn durch den Jupiter her.
Das nebenstehende Bild wurde 1986 in 2100 m Höhe über NN im Schnee und bei Frost auf Teneriffa aufgenommen.


Ausrüstung

Verwendet wurde ein 1:2,8/135-mm-Objektiv, das Teleskop wurde per Hand nachgeführt. Für das Bild wurde ein hypersensibilisierten KODAK Technical Pan Film 2415 etwa 10 Minuten lang belichtet, weshalb der Schweif so gut sichtbar ist.

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