Vergangene Exkursionen

14.01.2018
Exkursion nach Göttingen

Exkursion nach Göttingen 14.01.2018

Am So., 14.01.2018 planen wir eine Exkursion nach Göttingen.

In der geistigen Heimat von wissenschaftlichen Größen wie Lichtenberg und Riemann besteht die Möglichkeit einer Führung durch die Wohn- und Wirkungsstätte von Carl-Friedrich Gauss, d.h. die historische Sternwarte und das Institut für Astrophysik der Georg-August-Universität. Dort können wir einen Einblick in die historische Instrumentensammlung und die aktuelle Forschung gewinnen, sowie die Teleskopkuppel mit dem 50 cm-Spiegelteleskop besichtigen und etwas über das Radioastronomie-Projekt des Instituts erfahren.

Voraussichtliches Programm:

ZeitProgrammpunkt
13:30 UhrAbfahrt nach Göttingen
16:00 UhrFührung in der historischen Sternwarte
17:00 UhrAbfahrt zum Institut für Astrophysik mit anschließender Essenspause
18:00 UhrFührung im Institut für Astrophysik
20:00 UhrAbfahrt Rückfahrt
22:30 UhrRückkehr

Da die Anreise, abhängig von der Teilnehmerzahl, mit dem Reisebus erfolgen soll, möchten wir Sie bitten, sich bei Interesse bis zum Fr., 03.11. per Mail an info@sternwarte-suedheide.de bei uns zu melden.

Der Unkostenbeitrag liegt für Erwachsene bei ca. 20 €, für teilnehmende Schülerinnen und Schüler bei 10 €. Alle weiteren Informationen erhalten Sie dann per Mail, bzw. über diese Internetseite, bei Rückfragen wenden Sie sich gern an jt.bienert@gmx.de.

Wir freuen uns darauf, Sie auf unserer Exkursion begrüßen zu können!

Am Sonntag, 14.01., fand die erste Exkursion des Vereins statt: 12 interessierte Mitglieder des Vereins hatten die Gelegenheit, die historische Sternwarte in Göttingen zu besichtigen, sowie eine Führung durch das Institut für Astrophysik der Universität zu erhalten.

Die historische Sternwarte in Göttingen - Die Wirkungsstätte von Carl Friedrich Gauß

Die historische Sternwarte befindet sich durch die moderne Bebauung heute mitten in der Stadt, lag aber ursprünglich außerhalb der Stadtmauern. Ihr erster Direktor war der berühmte Carl Friedrich Gauß, über dessen Leben wir während der Führung einiges erfuhren. Er nutze die Sternwarte nicht nur als Arbeitsplatz, sondern auch als Wohnort, wovon die zahlreichen Darstellungen von ihm im Hausmantel zeugen.

Neben zahlreichen astronomischen Entdeckungen die seit ihrer Fertigstellung 1816 in der Sternwarte gemacht wurden war sie 1883 auch Bestandteil eines wichtigen technischen Ereignisses: Gauß und Wilhelm Weber richteten zwischen ihr und dem physikalischen Institut in der Innenstadt die erste Telegraphenverbindung ein.

Zum Abschluss konnten wir dann noch einen Blick in die Teleskopkuppel werfen. Diese war ursprünglich - ebenso wie die Hauptkuppel - nur dekorativ, wurde dann aber so umgebaut, dass sie geöffnet und gedreht werden konnte. Nach einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg wurde die Mechanik jedoch so stark beschädigt, dass sie erst nach umfangreichen Restaurationsmaßnahmen seit 2008 wieder beweglich ist.

Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber

Im Anschluss daran hatten wir die besondere Gelegenheit, eine Führung durch das Institut für Astrophysik der Georg-August-Universität (IAG) durch einen Mitarbeiter zu erhalten. Auch dort gab es einige historische Instrumente zu bestaunen, u.a. den großen Mauerquadranten, der uns zuvor schon in der historischen Sternwarte beschrieben worden war. Mit seiner Hilfe kann die Höhe eines Objektes am Himmel präzise bestimmt werden. Besonders beeindruckt hat auch das große Spiegelteleskop von Herschel (3 m Brennweite).

Neben den historischen Instrumente konnten wir aber auch etwas über die aktuelle Forschung erfahren, u.a. das CARMENES-Projekt, an dem sich auch das IAG beteiligt. Dabei handelt es sich um einen Spektrographen, der für den optischen und den infraroten Bereich geeignet ist und zur Suche nach erdähnlichen Planeten verwendet wird.
Durch das Besucherfenster konnten wir auch einen Blick in das große Optiklabor werfen, bevor es dann zum 50 cm-Teleskop des Instituts ging. Wetterbedingt war es leider nicht möglich zu beobachten, aber wir konnten trotzdem einen Blick in die Teleskopkuppel und auf das Instrument werfen, sowie den Ausblick auf die Lichter der Stadt genießen, bevor es dann wieder nach Haus ging.

An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die beiden kompetenten Führungen!

Literaturtipps:



Impressum