Vergangene Veranstaltungen

28.09.2018
Astronomie für die Seele - Polarlichter-Vortrag von Utz Schmidtko
11.08.2018
Wünsch' dir was - Perseidenparty 2018
27.07.2018
Über 100 Besucher kamen zur Jahrhundertmondfinsternis
06.02.2018
Gravitationswellen - Hör mal, das Universum!
17.01.2018
Radioastronomie - Das Universum ruft CQ
10.11.2017
Geboren aus Sternenstaub
09.08.2017
Die Musik der Sphären
08.07.2017
Die visuelle Jupiterbeobachtung
10.06.2017
Radioastronomie auf der IdeenExpo
26.05.2017
Sommerliche Beobachtungen
19.04.2017
Einweihung des Dobson-Teleskops
25.03.2017
Astronomie-Tag
12.12.2016
"Sterne beobachten - aber wie?" - Einsteiger-Workshop im "Wiesengrund"
24.09.2016
Ran an die Sterne! - Der erste Beobachtungsabend
27.05.2016
Vortrag im Wiesengrund

Die Musik der Sphären 09.08.2017

Beim Stammtisch am 09. August konnten sich die Anwesenden dieses Mal über ein besonderes Programm freuen: Hans-Reinhard Rapp erzählte lebendig und mit viel Anschauungsmaterial von der "Musik der Sphären".

Bei dem Vortrag kamen allerlei Geräte zum Einsatz

Der Abend begann mit einem Zitat: "Ein wissenschaftlicher Vortrag braucht drei Dinge: Bekanntes, Unbekanntes, aber Verständliches und zuletzt auch Unverständliches, aber Richtiges.". Wie Rapp selbst betonte, fiel sein Vortrag nach dieser Definition nicht in die Kategorie eines wissenschaftlichen Vortrags, da es "Unverständliches an diesem Abend nicht geben sollte" - und daran hielt er sich auch. Dafür gab es allerlei "Spielzeug" - was manchmal ganz wörtlich zu nehmen war.

Unterstützt von vielen Bildern, Messgeräten, etwas Farn, einem selbstgebastelten Tongenerator nebst Verstärker und diversen Musikinstrumenten begab er sich auf die Spuren von Pythagoras und Kepler. Hierbei kam zunächst ein selbstgebauter Monochord zum Einsatz: Eine gespannte Seite dient zum Erzeugen eines Tons, dessen Höhe dann durch Verschieben eines Zwischenstücks verändert werden kann. Abhängig vom Teilungsverhältnis der Seite entstehen schöne - oder im Fall eines ungünstigen Verhältnisses - weniger schöne Töne.

Auch die Umlaufzeiten der Planeten lassen sich akustisch darstellen: Skaliert man ihre Umlauffrequenzen auf den hörbaren Bereich, kann jedem Planeten ein Ton zugeordnet werden. Spielt man mehrere "Planetentöne" zusammen, entstehen angenehme Dreiklänge, da die Umlaufzeiten gerade das passende Verhältnis haben. Für einige Planeten muss man dabei allerdings etwas Runden.
Deutlich genauer genommen hat es Kepler, der als erstes die Ellipsenform der Planeten nachwies. Besonders ausgeprägt ist diese beim Mars, dessen Umlaufbahn aber nur eine numerische Exzentrizität von 0,093 hat. Zeichnet man einen Kreis mit einem Radius von 20 cm, dann entspricht das einer Abweichung von weniger als 1 mm. Der Vortrag enthielt so auch immer wieder Ausflüge in die Mathematik - von recht einfachen Dingen wie dem Keplerschen Becher, bis zu komplexeren Themen wie Fraktalen - letzteres allerdings schön bunt.

Wir bedanken uns noch einmal für den interessanten Vortrag, der auf anschauliche Weise die Mathematik, Astronomie und Musik miteinander verband. Im Anschluss an den Vortrag kam das Keyboard dann sogar gleich nochmal zum Einsatz und so "klang" der Stammtisch diesmal mit musikalischer Untermalung - von Swing bis Rumba - aus.



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