Vergangene Veranstaltungen

25.10.2019
Auf Sternenjagd zwischen Kassiopeia und Perseus – Beobachtungsabend im Oktober
01.06.2019
Norddeutsches Sternwartentreffen 2019
30.03.2019
Teleskope, Planeten und die Milchstraße im Zeitraffer - Astronomietag 2019
13.10.2018
Sternschnuppen über der Heide - Impressionen zum Beobachtungsabend in der Heide
28.09.2018
Astronomie für die Seele - Polarlichter-Vortrag von Utz Schmidtko
11.08.2018
Wünsch' dir was - Perseidenparty 2018
27.07.2018
Über 100 Besucher kamen zur Jahrhundertmondfinsternis
06.02.2018
Gravitationswellen - Hör mal, das Universum!
17.01.2018
Radioastronomie - Das Universum ruft CQ
10.11.2017
Geboren aus Sternenstaub
09.08.2017
Die Musik der Sphären
08.07.2017
Die visuelle Jupiterbeobachtung
10.06.2017
Radioastronomie auf der IdeenExpo
26.05.2017
Sommerliche Beobachtungen
19.04.2017
Einweihung des Dobson-Teleskops
25.03.2017
Astronomie-Tag
12.12.2016
"Sterne beobachten - aber wie?" - Einsteiger-Workshop im "Wiesengrund"
24.09.2016
Ran an die Sterne! - Der erste Beobachtungsabend
27.05.2016
Vortrag im Wiesengrund

Über 100 Besucher kamen zur Jahrhundertmondfinsternis 27.07.2018

Am Fr., 27. Juli, wird eine totale Mondfinsternis auftreten, die mit einer Gesamtdauer von fast sechs Stunden die längste des 21. Jahrhunderts wird (Beginn der Hauptphase: ca. 21:30 Uhr). Zu diesem Anlass wird ein Beobachtungsabend stattfinden, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind:

  • Wo: Sternwarte Südheide (Sportplatz an der Alten Celler Heerstraße, 29320 Hermannsburg)
  • Beginn: 20:30 Uhr

Eigene Teleskope werden nicht benötigt, können wie immer aber gern mitgebracht werden. (Plakat)

Am Fr., 27. Juli konnten sich Astronomie-Interessierte gleich über zwei Ereignisse freuen: Einen besonders gut sichtbaren Mars und eine totale Mondfinsternis. Letztere können im Vergleich zu Sonnenfinsternissen zwar relativ häufig beobachtet werden, die Finsternis am vergangenen Freitag war allerdings noch eine besondere, denn sie war die längste des 21. Jahrhunderts - um eine ähnlich lange totale Mondfinsternis zu erleben, müsste man bis 2123 warten. Anlässlich dieser astronomischen Ereignisse lud der Verein Sternwarte Südheide e.V. zu einem Beobachtungsabend in der Sternwarte ein.

Die Sternwarte konnte mehr als 100 Interessierte begrüßen. Einige von ihnen hatten auch ihre eigenen Ferngläser und Teleskope mitgebracht.

Eine Mondfinsternis tritt auf, wenn Mond, Erde und Sonne in einer Reihe stehen und die Erde so einen Schatten auf den Mond wirft. Bewegt der Mond sich dabei vollständig durch den Kernschatten der Erde spricht man von einer totalen Mondfinsternis, wie bei der am vergangenen Freitag. Der Mond "verschwindet" dabei für uns allerdings trotzdem nicht vollständig, da ein Teil des Lichtes der Sonne in der Erdatmosphäre gebrochen wird. Da die Atmosphäre die kurzwelligen, d.h. bläulichen, Anteile des Lichts stärker streut, gelangt vor allem langwelliges Licht zum Mond, der dadurch für die Dauer der Finsternis rot erscheint. Da der Mond im Moment erst relativ spät über dem Horizont zu sehen ist, ging er während der Finsternis bereits als "Blutmond" auf. Die Besucher konnten dann aber mitverfolgen, wie der Mond den Erdschatten wieder verließ, bis er gegen ein Uhr nachts wieder als "normaler" Vollmond am Himmel stand.

Direkt unter dem roten Mond war zusätzlich dazu auch der rote Planet besonders gut zu sehen: Der Mars stand am 27. in Opposition, ging also auf, als die Sonne unterging und kam der Erde dieses Mal dabei besonders nahe. Er wird auch die nächste Zeit noch als sehr heller roter Punkt am Himmel stehen.

Für die Dauer der Finsternis sieht der Mond rot aus
Nach dem Ende der Totalität gegen 23:14 Uhr nahm der Mond langsam wieder seine übliche Farbe an. Vor dem Austritt aus dem Kernschatten waren die drei Phasen (weiß, rot, schwarz) schön zu sehen

Auch die ISS war während der Dauer der Mondfinsternis gleich zwei Mal zu sehen, darüberhinaus konnten die Besucher auch verschiedene Satelliten und einige Sternschnuppen beobachten.Der Verein freute sich sehr über die zahlreichen interessierten Besucher. Die nächste Gelegenheit zur Besichtigung der Sternwarte gibt es am 11. August, wenn die Perseiden, ein jährlich wiederkehrender Meteorstrom, seinen Höhepunkt erreicht.



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