Vergangene Veranstaltungen

30.03.2019
Teleskope, Planeten und die Milchstraße im Zeitraffer - Astronomietag 2019
13.10.2018
Sternschnuppen über der Heide - Impressionen zum Beobachtungsabend in der Heide
28.09.2018
Astronomie für die Seele - Polarlichter-Vortrag von Utz Schmidtko
11.08.2018
Wünsch' dir was - Perseidenparty 2018
27.07.2018
Über 100 Besucher kamen zur Jahrhundertmondfinsternis
06.02.2018
Gravitationswellen - Hör mal, das Universum!
17.01.2018
Radioastronomie - Das Universum ruft CQ
10.11.2017
Geboren aus Sternenstaub
09.08.2017
Die Musik der Sphären
08.07.2017
Die visuelle Jupiterbeobachtung
10.06.2017
Radioastronomie auf der IdeenExpo
26.05.2017
Sommerliche Beobachtungen
19.04.2017
Einweihung des Dobson-Teleskops
25.03.2017
Astronomie-Tag
12.12.2016
"Sterne beobachten - aber wie?" - Einsteiger-Workshop im "Wiesengrund"
24.09.2016
Ran an die Sterne! - Der erste Beobachtungsabend
27.05.2016
Vortrag im Wiesengrund

Teleskope, Planeten und die Milchstraße im Zeitraffer - Astronomietag 2019 30.03.2019

Am Sa., 30.03., findet wieder der Astronomietag der Vereinigung der Sternfreunde e.V. statt, an dem bundesweit Observatorien, Sternwarten und Institute ihre Türen für interessierte Besucher aller Altersgruppen öffnen. Auch der Verein Sternwarte Südheide e.V. bietet in Kooperation mit dem Christian-Gymnasium Hermannsburg (Missionsstraße 6) ein vielfältiges Programm an (Plakat):

  • 14:00-15:00 Uhr: Ausstellung in der Mensa des Christian-Gymnasiums
  • 15:00-16:00 Uhr: Vortrag von Jörg Weiskopf "Urlaub unter dem Sternenzelt"
  • 16:00-18:00 Uhr: Ausstellung in der Mensa des Christian-Gymnasiums
  • 19:30-23:00 Uhr: Beobachtungsabend in der Sternwarte (Alte Celler Heerstraße)
  • 20:30-21:30 Uhr: "Earth hour" der WWF - Wer teilnehmen möchte, schaltet für eine Stunde die Lichter aus
Blick in die Tiefe – Diese Aufnahme aus der Sternwarte zeigt neben der Galaxie NGC7331 auch zahlreiche weitere Objekte, die teilweise so lichtschwach sind, dass sie nur nach mehreren Stunden Belichtungszeit sichtbar werden.

An vielen kleinen Ständen erhalten Besucher Einblick in die Welt der Astronomie und die vielfältige Arbeit des Vereins: Die Besucher können auf einem Rundgang durch die Planeten herausfinden, ob Weitsprung auf dem Mars mehr Spaß machen würde oder lernen, wie man leicht die bekanntesten Sternbilder findet. Auch die verschiedensten Bauformen von Teleskopen werden präsentiert. Einige dieser Teleskope sind sogar selbstgebaut, z.B. der "Yolo-Schiefspiegler" von Ralf Pisarek - einer der wenigen Exemplare dieser Bauform, die es in Deutschland gibt. Bei guten Wetterbedingungen wird auch eine Beobachtung der Sonne möglich sein. Wie man unabhängig von der Bewölkung Himmelskörper untersuchen kann, die für das Auge unsichtbar sind, erfahren die Besucher am Stand zur Radioastronomie.

Viele praktische Tipps für die Planung und Durchführung eigener Beobachtungen erhalten die Besucher auch im Vortag des Astrophotographen Jörg Weiskopf vom Arbeitskreis Astronomie Handeloh. Neben einer Filmvorführung mit eigenen Aufnahmen wird er erläutern, wie beeindruckende Aufnahmen des Nachthimmels bereits mit einfachen Mitteln möglich sind (Weitere Informationen).

Zu dem anschließenden Beobachtungsabend ab 19:30 Uhr können und sollen eigene Teleskope und Ferngläser gern mitgebracht werden - viele interessante Objekte lassen sich bereits mit einem guten Fernglas beobachten!

Bitte beachten Sie noch: Essen und Getränke sollten selbst mitgebracht werden. Falls das Wetter am Abend keine Beobachtungungen erlaubt, muss der Beobachtungsabend leider ausfallen, die Ausstellung in der Mensa findet aber in jedem Fall statt.

Zum 17. Mal fand dieses Jahr der Astronomietag, ausgerichtet von der Vereinigung der Sternfreunde e.V., statt. Unter dem Motto "Möge die Nacht mit uns sein - Licht aus, Sterne an" boten Sternwarten und Planetarien bundesweit ein vielfältiges Programm rund um Sterne, Planeten und andere Himmelskörper an. Auch der Verein Sternwarte Südheide e.V. beteiligte sich in Kooperation mit dem Christian-Gymnasium Hermannsburg daran.

Der Vorsitzende des Vereins Heinrich Nieschulz, der Direktor des Christian-Gymnasiums Michael Zilk und die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Südheide Sabine Rudnick eröffneten gemeinsam die Veranstaltung

Etwa 40 Interessierte konnte der Verein am Samstagnachmittag in der Mensa des Christian-Gymnasiums begrüßen. Die Besucher erwartete eine vielfältige Ausstellung, angefangen von Aufnahmen der verschiedensten Himmelskörper über selbst geschliffene Teleskopspiegel zu einem Rundgang durch unser Sonnensystem. Die verschiedenen Modelle zeigten dabei deutlich die beeindruckenden Ausmaße der verschiedenen Himmelskörper: Wäre die Sonne ein Ball mit einem Meter Durchmesser, dann wäre die Erde nur etwa so groß wie ein Stecknadelkopf, dafür aber auch 100 m von der Sonne entfernt. Will man das Sonnensystem und seine Eigenschaften darstellen, benötigt man in der Regel also verschiedene Maßstäbe, wie die verschiedenen Modelle und Darstellungen gut zeigten.

Passend zum diesjährigen 50. Jubiläum der Mondlandung durften auch Informationen zum Erdtrabanten nicht fehlen. Neben verschiedenen selbstaufgenommenen Bildern von einzelnen Kratern gab es auch verschiedene Modelle und sogar einen kleinen Nachbau der Saturn V-Mondrakete zu bewundern.

Ein Highlight der Ausstellung war das selbstgebaute Modell der Saturn V-Rakete, die für die Mondlandungen verwendet wurde

In der Ausstellung konnten die Besucher auch verschiedene Bauformen von Teleskopen kennenlernen, die von den Aussteller je nach gewünschtem Beobachtungsschwerpunkt zum Teil selbstgebaut oder umgebaut worden waren. Besonders lichtschwache Deep-Sky-Objekte beobachtet man aufgrund der großen Öffnung am besten durch ein Dobson-Teleskop, während sog. Yolo-Schiefspiegler besonders bei Amateurastronomen beliebt sind, die wie Ralf Pisarek auch Spiegel selbst schleifen. An seinem Stand präsentierte er nicht nur verschiedene Zwischenstufen von geschliffenen Teleskopspiegeln, sondern stellte auch die benötigten Materialien und Testmethoden vor, mit denen die Oberflächen auf Bruchteile von Mikrometern genau bearbeitet werden können.
Seit einiger Zeit baut eine Gruppe von Vereinsmitgliedern auch ein eigenes Dobson-Teleskop (s. Foto unten), das bei öffentlichen Beobachtungen zum Einsatz kommen wird. Am Sonnenteleskop konnten die Besucher mithilfe der richtigen Filter selbst auf der Sonne nach Sonnenflecken suchen.

Der bisherige Stand des selbstgebauten Vereins-Dobson-Teleskops

Neben der Ausstellung hatten die Besucher auch die Gelegenheit, sich von Jörg Weiskopf in seinem Vortrag "Urlaub unter dem Sternenzelt" auf eine Reise zur Milchstraße mitnehmen zu lassen. Der begeisterte Astrophotograph aus Handeloh beobachtet bereits seit seiner Jugend und präsentierte den Zuhörern nicht nur zahlreiche eigenen Aufnahmen, sondern gab auch praktische Tipps für eigene Beobachtungen.

Passend zum diesjährigen Motto "Licht aus, Sterne an" wies er dabei auch auf die Folgen der nächtlichen Dauerbeleuchtung hin: Während man in der Großstadt Glück hat, wenn man gerade so die hellsten Sterne sieht, können unter günstigen Bedingungen an dunkleren Orten sogar Deep Sky-Objekte wie der Orion-Nebel mit dem bloßen Auge gefunden werden. Von den Gebieten, an denen es nachts dafür hinreichend dunkel ist, sind zumindest in Deutschland aber nicht mehr viele übrig. Neben der Heideregion hier hat man ansonsten nur noch an den Küsten, im Westhavelland, an der Rhön oder in der Nähe der Alpen Glück. Möchte man es nicht nur dunkel haben, sondern z.B. auch die Milchstraße in ihrer vollen Pracht sehen, lohnt sich eine Reise in den Süden, z.B. ans Mittelmeer, wie sie Jörg Weiskopf auch in seinem Vortrag beschrieb.

Die beeindruckend Aufnahmen von Jörg Weiskopf zogen das Publikum in ihren Bann

Auf der Suche nach den besten Beobachtungsplätzen sollte man bei der Urlaubsplanung aber nicht nur an die lokale Lichtverschmutzung, sondern auch jahrezeitlichen Wetterbedingungen und die Mondphasen denken. Hat man den richtigen Ort gefunden, ist neben einem stabilen Stativ vor allem eine Kamera wichtig, die möglichst viele Einstellungsmöglichkeiten erlaubt, um die Eindrücke vom Nachthimmel festzuhalten. Denn sollen z.B. die Sterne als klare Punkte und nicht als verwischte Linien sichtbar sein, sollt der ISO-Wert möglichst hoch gewählt werden, die passende Belichtungszeit in Sekunden kann dann gut mit der Faustformel "500 durch die Brennweite des Objektivs in mm" abgeschätzt werden. Die Gelegenheit zahlreiche weitere Detailfragen rund um die Astrophotographie zu stellen erhielten die Zuhörer dann im Anschluss an seine Filmpräsentation.

Die angekündigte Beobachtung in der Sternwarte am Abend musste aufgrund der aufgezogenen Bewölkung leider ausfallen, konnte dafür aber am darauffolgenden Abend nachgeholt werden. Wir freuen uns über die zahlreichen Besucher und die vielfältige Unterstützung bei der Veranstaltung!

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